Grosse Anfrage zur Situation der Bildenden Kunst in Hamburg – Erstmals seit 2005 ist die Bildende Kunst wieder Gegenstand einer Grossen Anfrage an den Senat! Die SPD Fraktion der Hamburgischen Bürgerschaft stellte einen umfangreichen 40 Fragen umfassenden Katalog zur Bildenden Kunst in Hamburg zusammen. Die Fragen behandeln Themen wie Ateliersituation, Ausstellungsvergütungen, Künstlerförderung, den (gekürzten) Etat für Kunst im öffentlichen Raum, den Sinn und Zweck der Kreativagentur und die Soziale Situation. Generell soll der Senat bzw. die Behörde für Kultur, Sport und Medien dazu Stellung nehmen, ob und wie die Bedingungen für die Kunstszene in Hamburg verbessert werden können. Die Antwort des Senats werden wir in Kürze an dieser Stelle veröffentlichen.

 

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Streit um das Gängeviertel – Die Zukunft der noch erhaltenen Teile des Gängeviertels in der Hamburger Innenstadt ist weiterhin unklar. Lediglich eine Vereinbarung über die vorübergehende Nutzung soll geschlossen werden. Ein Nutzungskonzept für ein lebendiges, vielfältiges, städtisches Quartier liegt seitens der dort arbeitenden Künstlern vor. – In seiner Leitlinie zur "Kreativen Stadt" hat der Senat der Einrichtung und Vermittlung so genannter "Kreativimmobilien" (z.B. Ateliers) höchste Priorität eingeräumt und eigens eine städtische "Kreativ-Agentur" eingerichtet. – Dass man es damit ernst meint, könnten Kulturbehörde bzw. Senat im Fall des Gängeviertels nun beweisen!

Aktuelle Informationen unter www.gaengeviertel.info

 


NEU: Das Transskript des Vortrags von Prof. Bazon Brock jetzt als PDF zum Nachlesen. PDF-Download

 

WAS IST WICHTIG Die diesjährige Ausstellung des Berufsverbands bildender Künstler Hamburg, die am 30. August endete, zeigte unter dem Titel WAS IST WICHTIG Kunst aus den Bereichen Malerei, Installation, Fotografie, Objekt, Video, Zeichnung. Die Ausschreibung zu dieser Ausstellung forderte die Künstlerinnen und Künstler auf, eine Arbeit einzureichen, die ihnen selbst wichtig erschien in dieser Zeit, in dieser Gesellschaft, in der Kunst und im eigenen künstlerischen Schaffen. Die getroffene Auswahl zeigt ein breites Spektrum verschiedener künstlerischer Ansätze und Sichtweisen. Die 39 Künstlerinnen und Künstler sind:

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Vortrag von Prof. Bazon Brock zur Eröffnung am 13.7.2009. (Foto: S. Fuhrmann)

Emine Sahinaz Akalin, Iris Albrecht, Dörte Behn, Karin Boine, Petra Dannehl, Helene Dettmann, Ursula Ebert del Core, Sakir Gökcebag, Julia Gubitz, Monika Hahn, Sylvia Henze, Hayo Heye, Carmen Hillers, Maria Hobbing, Heilwig Jacob, Katharina Kohl, Gerhard Kotrade, Julia Küchmeister, Elmar Lause, Peter Meede, Barbara Meier, Marnie Moldenhauer, Inga Momsen, Renate Müller, Rolf Naedler, Sönke Nissen-Knaack, Matthias Oppermann, Stefan Oppermann, Annette Paulsen, Karin Piotrowski, Matthias Ploy, Otto Quirin, Dagmar Rauwald, Olga B. Runschke, Johan Schäfer, Christel Schultz, Mareile Stancke, Kerstin Stephan, Sheila Volk

14. Juli - 30. August 2009 im Kunsthaus Hamburg, Klosterwall 15

 


 

Kunst am Bau – Baumaßnahmen im Rahmen des Konjunkturprogramms der Bundesregierung in Hamburg– Im Rahmen des Konjunkturprogramms II entfallen auf die Freie und Hansestadt Hamburg rund 230 Mio. Euro. Wie der Finanzsenator in seiner Pressemitteilung vom 24.2. mitteilte, legt der Senat ein Betreuungsprogramm u.a. für Schulen, Kindertagesstätten (35 Mio.) und die Universitäten (20 Mio.) auf. Die übrigen Mittel sollen in Infrastrukturprojekte investiert werden. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen hat 2005 einen Leitfaden für die “Kunst am Bau” erstellt. Demnach hat bei allen Baumaßnahmen mit Geldern des Bundes die Richtlinie “K7” Gültigkeit, die die Beteiligung von Bildenden Künstlern in Form von “Kunst am Bau” vorsieht. Je nach Höhe der Baukosten sind demnach zwischen 0,5% und 1,5% der Bausumme für Kunst bereitzustellen. Für die Bildende Kunst in Hamburg bedeutet dies nicht unerhebliche Gelder für künstlerische Projekte im Aussenraum und unter Umständen eine Wiederbelebung des finanziell ausgetrockneten Programms "Kunst im öffentlichen Raum". Der Berufsverband hat beim Finanzsenator angefragt, welche Summen aus dem Konjunkturförderprogramm für die "Kunst am Bau" zur Verfügung gestellt werden müssen.

 


 

 

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Forderungen zur Bundestagswahl – Der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK), der Deutsche Künstlerbund, die GEDOK, die Internationale Gesellschaft der bildenden Künste (IGBK) und die ver.di Fachgruppe Bildende Kunst fordern alle im Bundestag vertretenen Parteien auf, die Einführung einer Ausstellungsvergütung und das sog. Künstlergemeinschaftsrecht in ihre Wahlprogramme für die Bundestagswahl aufzunehmen. Brief als Download

 


 

Förderlücken im Bereich der nicht-technologieorientierten Branchen der Kultur- und Kreativwirtschaft – Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat im Februar einen Forschungsbericht mit dem Titel "Gesamtwirtschaftliche Perspektiven der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland" veröffentlicht. Mit 2,6% Anteil am Bruttoinlandsprodukt folgt die Kreativwirtschaft als drittgrößter Sektor der Automobilindustrie. Die Analyse der Förderrahmenbedingungen ergab u.a. Defizite gerade bei nicht-technologieorientierten Branchen. Dort fehle es an Förderprogrammen für Kleinstunternehmen und Freiberufler, die besonders von individuellen Förderungen profitieren. Auch die Vergabe von Kleinstkrediten sollte vereinfacht werden. Viel kreatives Potential gehe ohne geeignete Unterstützungsmöglichkeiten bei den Städten, Kommunen und Bundesländern verloren.

Links dazu: http://www.sueddeutsche.de/kultur/17/458666/text/, http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Service/publikationen,did=289974.html

 


 

Aktion »WAS WIR BRAUCHEN !« zeigt Wirkung – Der erste Vorsitzende des Berufsverbands bildender Künstler DG Reiß überreichte zur letzten Sitzung des Kulturausschusses der Hamburgischen Bürgerschaft rund 50 Projektanträge Hamburger KünstlerInnen an Senatorin v. Welck. Die vom Berufsverband koordinierte Aktion »Was wir brauchen !«, die breiten Proteste von Künstlern und Institutionen und Berichte zu der Aktion u.a. in der Süddeutschen Zeitung zeigen offenbar Wirkung. Die Behörde für Kultur, Sport und Medien (BKSM) sicherte zu, zumindest den größten Teil der gestrichenen Gelder des vergangenen Jahres nachzuzahlen. Ein Finanzloch bleibt allerdings weiterhin bestehen. – Noch im Januar werden Gespräche mit den verantwortlichen Politikern und Vertretern der Behörde für Kultur, Sport und Medien folgen. An der Aktion »Was wir brauchen !« hatte eine Vielzahl von Hamburger KünstlerInnen teilgenommen und Anträge auf Projektförderung an den Berufsverband geschickt. Die deutlich gestiegene Zahl von Anträgen auf Förderung soll auf den Bedarf bei den KünstlerInnen in Hamburg und die Wichtigkeit dieses Förderinstruments hinweisen. – Die Behörde hatte den Etat für die »Individuelle Künstlerförderung«, der bereits in den letzten Jahren von über 80 Tausend Euro auf 35 Tausend Euro gekürzt wurde, für das Jahr 2008 überraschend auf 15 Tausend Euro begrenzt. Zum Bewerbungsschluß lagen der Behörde mehr als 90 Anträge von Hamburger KünstlerInnen vor! In der ersten Juysitzung zur Vergabe der Fördermittel wurden insgesamt € 24.000 für 16 Projekte vergeben.

 


 

Handbuch zur Künstlersozialversicherung - Die kürzlich erschienene 2. erweiterte und aktualisierte Auflage des Buches "Künstlersozialversicherung – Hintergründe und aktuelle Anforderung" ist jetzt auch als pdf-Datei im Internet abrufbar: http://www.kulturrat.de/dokumente/ksvg-buch.pdf (1,4 MB) (Pressemitteilung des Deutschen Kulturrates)

 


 

Deutscher Kulturrat weist die Angriffe auf die Künstlersozialversicherung scharf zurück - DIHK, ZdH, BdSt wollen Künstlersozialversicherung abschaffen. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, weist die Angriffe des Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), des Zentralverbandes des Deutschen Handwerkes (ZdH) und des Bund der Steuerzahler (BdSt), die Künstlersozialversicherung abschaffen zu wollen, scharf zurück... weiter

(18.02.2008)

 


 

Bundesminister Olaf Scholz versichert Stärkung der Künstlersozialversicherung - In seiner Antwort vom 4. Februar 2008 auf ein Schreiben des BBK aus aktuellem Anlass weist der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Olaf Scholz, jeglichen Angriff auf die Künstlersozialversicherung zurück... weiter


ProKunsT 4 – das neue Künstlerhandbuch des BBK - Ende Januar 2007 wurde die aktuelle Ausgabe des Künstlerhandbuches ProKunsT 4 herausgegeben... weiter