Offene Ateliers 2011 im September - die Veranstaltung Offene Ateliers 2011 wird am 17./18. September, 24./25. September und 1./2.Oktober stattfinden. Rund 100 Ateliers werden in Hamburg und Umgebung an der Veranstaltung teilnehmen. Zur Veranstaltung wird ein Online Wegweiser und ein kleiner Führer erscheinen.
NEU ! Kurse für Kinder und Jugendliche - Angebote finden sich hier
Wahlprüfsteine zur Bürgerschaftswahl 2011 - Wie vor der vergangenen Bürgerschaftswahl hat der Berufsverband die Spitzenkandidaten der Parteien befragt. Die SPD will die "Abwärtsspirale stoppen", die CDU hat einen Trend zur Rückübersiedlung von Berlin nach Hamburg ausgemacht, die GAL will Wertschätzung auch "jenseits monetärer Zuweisungen" und setzt auf die "Kultur-Taxe", die FDP will "Tricksereien" beim Budget "Kunst im öffentlichen Raum" beenden. Eine Übersicht findet sich hier.

Der Deutsche Kulturrat hat Fragen zur Kulturpolitik gestellt. Die Antworten finden sich unter: www.kulturrat.de/wahl-hh
Offener Brief an Senator Wersich: Kunstunterricht verkommt zum beliebigen Beiwerk im Fächerkanon – Die in Teilen gescheiterte Schulreform erfordert die Neuordnung der sogenannten Stundentafeln. Werden in anderen musischen Fächern mehr verpflichtende Stunden festgelegt, scheint man im Bereich der Bildenden Kunst den Schulen eher freie Hand zu geben. Vor dem Hintergrund notorischer Sparzwänge könnte sich dies zum Nachteil der Kunstunterrichts auswirken. Noch im Februar werden die Deputierten über den Entwurf von Senator Wersich abstimmen. Offener Brief an Senator Wersich pdf Download
Kunst ist kein Marketing-Hit – Ein Kommentar von DG Reiß zur »Kreativität« und den Kampagnen zur »Kultur- und Kreativwirtschaft«.
Von Hamburger Politikern werden die neuen Kreativinstanzen oftmals als kulturelles Allheilmittel verstandenen, auch und gerade für die bildende Kunst. Im Hamburger Abendblatt vom 19./20. Juni 2010 war ein Interview mit dem Hamburger Maler Daniel Richter zu lesen, in dem es unter anderem um die neu gegründete "Kreativagentur" (jetzt: "Hamburg Kreativ Gesellschaft") ging:
Richter: "Tja. Das sind so Versuche, etwas zu institutionalisieren. Schon dieser Name. Das sind doch keine Danone-Berater! Das ist der Versuch, etwas zu verwalten, von dem man gar keinen Begriff hat. Kreativität ist etwas für Werber, Grafiker und Fotografen, die hat mit Kunst erst mal nichts zu tun. Der Akt des Schaffens als Künstler ist ein anderer als der eines Auftragnehmers für einen Konzern oder Sportverein. Dass man immer noch denkt, Kreativität und Kunst seien die gleiche Mischpoke, ist totaler Quatsch. Die Logik dahinter: Kunst ist immer erst interessant, wenn sie bereits durchgesetzt ist ..." Abendblatt: "... und vermarktbar …"
In dem Nachschlagewerk »Meyers Großes Lexikon« (1983) findet sich zu dem Begriff Kreativität die »Fähigkeit, produktiv zu denken und die Ergebnisse dieses Denkens v. a. originell, als neue Verarbeitung existierender Informationen zu konkretisieren, etwa in Form einer neuen Erfindung oder eines Kunstwerkes.«
Insofern sind Künstler selbstverständlich auch kreativ. Nur: die Art und Weise, wie seit einigen Jahren mit dem Begriff Kreativität umgegangen wird, stößt bei den Künstlern immer mehr auf Unverständnis, sorgt für Unbehagen. Von der Stadt in Auftrag gegebene Studien wie die der Unternehmensberatung Roland Berger zur »Talentstadt Hamburg« empfehlen, die »Kultur- und Kreativwirtschaft« im Sinne eines Image-Gewinns für die Stadt stärker zu fördern. Unter Kreativität wird in dieser Art Studien alles irgendwie »Künstlerische« gefasst. Vor allem effektvolle, öffentlichkeitswirksame Bildsprachen und Strategien sind gemeint. Unter diesem Begriff von Kreativität finden sich Bildende Künstler verständlicherweise nur ungern eingeordnet. Kunst ist kein Marketing-Hit. Das passt einfach nicht zum Wesen von künstlerischer Forschung, visueller Reflektion und anderen Fragestellungen, die die Arbeit von Künstlern im Kern ausmachen.
Hier liegt ein Missverständnis vor, und ein weiteres schließt sich dem gleich an. Es geistert durch die Köpfe derer, die von Kreativität reden, nämlich dass sie zwangsläufig neue Geschäftsmodelle und damit verbundene Gewinnaussichten kreiert. Gegen Gewinn ist überhaupt nichts einzuwenden, ich möchte da nicht missverstanden werden. Aber Kunst funktioniert nun mal nicht unbedingt so. Gegenüber dem Finanzamt alljährlich die erforderliche »Gewinnerzielungabsicht« nachzuweisen, ist vielen Künstlerinnen eine wohl bekannte Hürde.
Müssen wir uns von den fundamentalen Kriterien des »Kunst-Machens« verabschieden? Müssen wir Kunst umwidmen wegen einer politischen Leitlinie, einer städtischen Werbestrategie? Die bildenden KünstlerInnen fordern zu Recht, dass der Besonderheit künstlerischer Tätigkeit Rechnung getragen wird und die Begriffe von Kunst und Kreativität künftig in der politischen und öffentlichen Diskussion differenzierter verwendet werden.
Unter solchen Vorzeichen würden wir eine »Kreativ-Gesellschaft« prinzipiell begrüßen: Kunstförderung nicht als Alimentation, sondern als wichtige Investition für die Zukunft der Gesellschaft zu begreifen. Zwischen dem, was so auch der Geschäftsführer der »Hamburg Kreativ Gesellschaft«, Herr Egbert Rühl, kürzlich in einem Interview in der Zeitung »Die Welt« äußerte, und uns Künstlern gibt es gar keinen Dissens. Doch wird hier wirklich eine neue Lobby für Kunst und Kultur entstehen? Wie kann die Bildende Kunst tatsächlich davon profitieren? Wo sind die tauglichen Konzepte?
Bereits bestehende Maßnahmen und Initiativen – seien es die Förderprogramme der Behörde für Kultur, Sport und Medien, das Engagement der Off-Räume oder die Arbeit der Fachgremien, der Kunst fördernden Vereine und nicht zuletzt des Berufsverbandes – müssten in der politischen Wahrnehmung als vielschichtiges Ganzes verstanden werden. Nur so kann eine nachhaltige Strategie, eine zukunftstaugliche Politik entwickelt werden, wie sie seit langem vermisst wird.
Das Kunstwerk, die Kunstaktion als unverzichtbarer Begleiter durch den Alltag, als geistige und emotionale Bereicherung: Ideen aus den 1980er Jahren, Forderungen wie »Kunst für alle«, wären durchaus geeignet, die Kulturpolitik wieder glaubhaft zu machen und sie nicht hinter Kreativverwaltung zu verschanzen. Einige der damaligen "Erfindungen" wären mit Sicherheit heute mehr denn je brauchbar. Eine neue »Woche der bildenden Kunst« zum Beispiel oder gute Voraussetzungen für engagierte Stadtteilgalerien, dies wären erkennbare Zeichen im Stadtraum und eine niedrigschwellige Erweiterung des Kunstfelds. Wären das vielleicht sogar Zielrichtungen, die mit der ebenfalls neu gegründeten »Initiative Kultur- & Kreativwirtschaft« der Bundesregierung und ihrer Suche nach neuen »Geschäftsideen« vereinbar sind? Die »Hamburg Kreativ Gesellschaft« könnte tatsächlich als Schnittstelle wirken, um einen Dialog zwischen Kunst, Politik – und letztlich auch der Wirtschaft effektiv einzuleiten. DG Reiß
PS: Zur Erinnerung und als Diskussions-Grundlage, noch ein Zitat aus »Meyers Großes Lexikon«, diesmal zum Stichwort Kunst: Es bezeichnet »die Gesamtheit des von Menschen Hervorgebrachten, das nicht durch eine Funktion eindeutig festgelegt oder darin erschöpft ist, zu dessen Voraussetzungen hohes und spezifisches Können gehört und das sich durch seine gesellschaftliche Geltung auszeichnet als Ausdruck von Besonderheit. Bei der Beurteilung der Kunst gelten in der jeweiligen Gesellschaft und Epoche unterschiedliche, von den historischen Bedingungen abhängige Maßstäbe, mit denen Wert, Funktion, und Bedeutung des Kunstwerkes bestimmt werden. Kunstwerke setzen eine kognitive (die Erkenntnis betreffend) praktisch sinnliche Aneignung der Welt voraus, diese Aneignung geschieht dadurch, dass die Welt wahrgenommen, gedeutet (d.h. in einem für die jeweilige Gesellschaft bedeutsamen Sinnzusammenhang gestellt) und im Vollzug willentliche Einwirkung Umwandlung und Bearbeitung gestaltet wird. Soweit in dieser Gestaltung die Kunst auf Erkenntnisse bezogen ist, eignet ihr ein Anspruch auf Wahrheit, der - im Falle seiner Unterdrückung – das kritische Potenzial von Kunst, das sich gegen diese Unterdrückung wendet, deutlich und wirksam werden lässt. Andererseits besagt dieser Bezug der Kunst zu existenzieller Wahrheit, dass saturierte, akademische oder von Staats wegen offizielle Kunst, Pseudo-Kunst bleiben muss. Die Freiheit der Kunst, zumindest von totaler Reglementierung, ist eine ihrer Existenzbedingungen; in der BRD ist sie ausdrücklich garantiert, Art.5 GG.«
Ein Kulturentschleunigungsgesetz? – Zum vom Bundesfinanzministerium (BMF) in Auftrag gegebenen Gutachten zum ermäßigten Umsatzsteuersatz erklärt der Vorsitzende des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler, Werner Schaub:
„Die Förderung der Kultur kann als legitimes besonders wichtiges Förderungsziel (Kategorie II) angesehen werden. Das Bundesverfassungsgericht hat in diesem Sinne die Bundesrepublik Deutschland zu Recht wiederholt als „Kulturstaat“ bezeichnet.“ Dieser Feststellung in der Kurzfassung des Gutachtens des BMF kann der BBK nur beipflichten.
Ganz in Widerspruch dazu stehen allerdings die Schlussfolgerungen der Autoren: Die Empfehlung des Gutachtens, sämtliche bestehenden Steuersatzermäßigungen mit Ausnahme derjenigen für Lebensmittel zu streichen, träfe – würde die Empfehlung umgesetzt - Kunst und Kultur hart. Sie stünde im Widerspruch zu einer Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen, zu der sich auch Deutschland und die EU durch Ratifizierung der UNESCO-Konvention zur kulturellen Vielfalt verpflichtet haben.
Statt dieser Aufgabe zu entsprechen und sog. „Wertungswidersprüche“ zu beseitigen, würde das Wachstum der Kultur- und Kreativwirtschaft erheblich gebremst werden. Mit der Beseitigung der Steuermäßigung für Kulturgüter wird kein „gordischer Knoten“ zerschlagen, sondern eine der Kultur abgewandte und unsoziale Haltung bekräftigt, mit der bereits in den Kommunen Kultur entschleunigt wird.
Der BBK fordert Finanzminister Dr. Schäuble auf, die Vorschläge zurückzuziehen, und bittet Kulturstaatminister Neumann sowie alle Fraktionen des Deutschen Bundestages, sich für den Erhalt des ermäßigten Umsatzsteuersatzes für Kulturgüter im Interesse des Kulturstaats Deutschland stark zu machen. Denn: „Kunst ist ein Lebensmittel“ (Max Reinhardt)
Berlin, den 24. September 2010, Pressemitteilung desBundesverband bildender Künstlerinnen und Künstler
"Offene Ateliers 2010" – Die Offenen Ateliers 2010 werden an drei Wochenenden im September stattfinden: In Hamburg Ost am 4. und 5. September, in Hamburg West am 11. und 12. September, in Hamburg Süd am 18. und 19. September. Weitere Informationen und das vollständige Programm findet sich unter www.bbk-offene-ateliers.de und im Faltblatt, das hier als pdf geladen werden kann.
Foto: © Hayo Heye
"Gewinn machen" – Die Jahresausstellung 2010 fand in diesem Jahr unter dem Motto "Gewinn machen" statt. Die Ausstellung war bis zum 19. September im Kunsthaus Hamburg, Klosterwall 15, zu sehen .
Ausstellungsbeiträge von: Susanne Amatosero, Karin Boine, Petra Gabriele Dannehl, Susanne Dettmann, Paule Dugonic Payo, Hanno Edelmann, Uwe Fehrmann, Michael Felgendreher, Sakir Gökcebag, Sigrid Gruber, Annegret Homann, Ralf Jurszo, Margarete Kahn, Jutta Konjer, Stephanie Krengel, Elmar Lause, Lujan Martelli, Alfred Stephan Mattes, Marnie Moldenhauer, Rolf Naedler, Zohra Opoku, Stefan Oppermann, Annegret Polle, Olga B. Runschke, Bernhard Sarin, Johan Schäfer, Uwe Schloen, Werner Schöffel, Monika Schröder, Kerstin Stephan, Aaron Vidal Martinez
Der Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Matthias Bauer kann hier nachgelesen werden.

Neu! Kunst, Markt und Recht (vergünstigte Sonderausgabe f. Mitgl. des Berufsverbands € 16.- (statt 26.-)
Einführung in das Recht des Kunstschaffens und der Verwertung von Kunst, Prof. Dr. Gerhard Pfennig
Ein Leitfaden für den rechtssicheren Umgang mit Kunstwerken: behandelt werden die urheberrechtlichen, steuerrechtlichen und zivilrechtlichen Fragen des Kunstschaffens, des Kunsthandels, der privaten und öffentlichen Kunstausstellungen, insbes. der Museen, der Kunstliteratur und des Kunstsammelns sowie des Vererbens von Kunst.
Studie "Kreative Milieus und offene Räume in Hamburg" – Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt hat ein Berliner Planungsbüro beauftragt, Hamburg unter dem Leitbild der "Kreativen Stadt" zu untersuchen. Kürzlich wurde die Studie unter dem Titel "Kreative Milieus und Offene Räume in Hamburg" von Senatorin Hajduk im Beisein Senatorin von Welck präsentiert. Die Studie gibt einen Überblick über Standorte der Kreativwirtschaft. Weitere Informationen
NEU! Kunst und Schule - Der Berufsverband bildender Künstler Hamburg hat die Veröffentlichung der Studie "Wow-Kunst für Kids" des Bundesverbands bildender Künstlerinnen und Künstler zum Anlass genommen, in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung die Möglichkeiten für die Realisierung künstlerischer Projekte an Hamburger Schulen zu verbessern. Die Zahl solcher Projekte könnte deutlich vergrößert werden. Daher soll ein Forum enstehen, in dessen Rahmen die Bildenden KünstlerInnen sich und ihre Projekte für Hamburger Schulen vorstellen können. Dieses soll den Ansprechpartnern in den Schulen und den Kunstpädagogen ermöglichen, auf direktem Weg KünstlerInnen und deren Projekte an die Schulen zu holen. Eine Datenbank informiert über KünstlerInnen und Projekte. Weitere Informationen
Kunst am Bau / Kunst im öffentlichen Raum – nicht nur Hamburger Künstler gehen bei Maßnahmen des Konjunkturprogramms II leer aus – Im Rahmen des Konjunkturprogramms II erhielt die Freie und Hansestadt Hamburg rund € 230 Mio. Der Senat finanzierte daraus u.a. Infrastrukturprojekte, d.h. Baumassnahmen. Für diese Baugelder sind üblicherweise Berechnungen für "Kunst am Bau" bzw. gemäß der Hamburger Verwaltungsanordnung "Kunst im öffentlichen Raum" erforderlich. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen hat dazu 2005 einen Leitfaden für die “Kunst am Bau” erstellt. Demnach hat bei allen Baumaßnahmen mit Geldern des Bundes die Richtlinie “K7” Gültigkeit, die die Beteiligung von Bildenden Künstlern in Form von “Kunst am Bau” vorsieht. Je nach Höhe der Baukosten sind demnach zwischen 0,5% und 1,5% der Bausumme für Kunst bereitzustellen. Für die Bildende Kunst in Hamburg bedeutet dies nicht unerhebliche Gelder für künstlerische Projekte im Aussenraum und unter Umständen eine Wiederbelebung des finanziell ausgetrockneten Programms "Kunst im öffentlichen Raum" (lt. Verwaltungsanordnung auf einen Mindestbetrag von € 500 Tsd. festgelegt, zuletzt nur noch € 120.- Tsd.). Der Berufsverband hat nachgefragt, welche Summen aus dem Konjunkturförderprogramm für die "Kunst am Bau" zur Verfügung gestellt werden müssen. Oberbaudirektor Jörn Walter äusserte, dass die Behörde generell keine Kostenansätze mehr für Kunst am Bau / Kunst im öffentlichen Raum vorsehe. Damit wird auch die immer noch gültige Hamburger Verwaltungsanordnung "Kunst im öffentlichen Raum" grundsätzlich in Frage gestellt. Der Vorsitzende des Berufsverbands DG Reiß hat sich im Dezember an Senatorin Anja Hajduk gewandt, die die Auffassung des Oberbaudirektors teilt. Da offensichtlich auch in anderen Bundesländern kaum "Kunst am Bau" Projekte über Baumassnahmen des Konjunkturförderprogramms finanziert wurden, wandte sich der Hamburger Verband auch an die Bundesregierung. Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Jan Mücke (FDP) verweist in seiner Antwort lediglich auf die Verantwortung der Länder für die Verwendung der Gelder aus dem Konjunkturförderprogramm. Zwar gibt es keinen Zweifel daran, daß die Baumittel aus dem Förderprogramm nach üblichen Maßstäben verwendet werden müssen. Auf die Einhaltung der üblichen Regularien wird in Hamburg und in vielen Bundesländern zum Nachteil der Bildenden Künstler verzichtet.
Antwort des Senats zur Grossen Anfrage / Diskussion im Kulturausschuss – Erstmals seit 2005 war die Bildende Kunst wieder Gegenstand einer Grossen Anfrage an den Senat! Die SPD Fraktion der Hamburgischen Bürgerschaft stellte einen umfangreichen 40 Fragen umfassenden Katalog zur Bildenden Kunst in Hamburg zusammen. Die Fragen behandeln Themen wie Ateliersituation, Ausstellungsvergütungen, Künstlerförderung, den (gekürzten) Etat für Kunst im öffentlichen Raum, den Sinn und Zweck der Kreativagentur und die Soziale Situation. Generell sollte der Senat bzw. die Behörde für Kultur, Sport und Medien dazu Stellung nehmen, ob und wie die Bedingungen für die Kunstszene in Hamburg verbessert werden können. Die Antwort des Senats liegt nun vor. Der Kultur-, Kreativwirtschafts- und Tourismusausschuss wird am 27.4. über die Ergebnisse der Anfrage sprechen. Grosse Anfrage und Antwort
NEU: Das Transskript des Vortrags von Prof. Bazon Brock jetzt als PDF zum Nachlesen. PDF-Download
WAS IST WICHTIG – Die diesjährige Ausstellung des Berufsverbands bildender Künstler Hamburg, die am 30. August endete, zeigte unter dem Titel WAS IST WICHTIG Kunst aus den Bereichen Malerei, Installation, Fotografie, Objekt, Video, Zeichnung. Die Ausschreibung zu dieser Ausstellung forderte die Künstlerinnen und Künstler auf, eine Arbeit einzureichen, die ihnen selbst wichtig erschien in dieser Zeit, in dieser Gesellschaft, in der Kunst und im eigenen künstlerischen Schaffen. Die getroffene Auswahl zeigt ein breites Spektrum verschiedener künstlerischer Ansätze und Sichtweisen. Die 39 Künstlerinnen und Künstler sind:
Emine Sahinaz Akalin, Iris Albrecht, Dörte Behn, Karin Boine, Petra Dannehl, Helene Dettmann, Ursula Ebert del Core, Sakir Gökcebag, Julia Gubitz, Monika Hahn, Sylvia Henze, Hayo Heye, Carmen Hillers, Maria Hobbing, Heilwig Jacob, Katharina Kohl, Gerhard Kotrade, Julia Küchmeister, Elmar Lause, Peter Meede, Barbara Meier, Marnie Moldenhauer, Inga Momsen, Renate Müller, Rolf Naedler, Sönke Nissen-Knaack, Matthias Oppermann, Stefan Oppermann, Annette Paulsen, Karin Piotrowski, Matthias Ploy, Otto Quirin, Dagmar Rauwald, Olga B. Runschke, Johan Schäfer, Christel Schultz, Mareile Stancke, Kerstin Stephan, Sheila Volk
14. Juli - 30. August 2009 im Kunsthaus Hamburg, Klosterwall 15
Förderlücken im Bereich der nicht-technologieorientierten Branchen der Kultur- und Kreativwirtschaft – Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat im Februar einen Forschungsbericht mit dem Titel "Gesamtwirtschaftliche Perspektiven der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland" veröffentlicht. Mit 2,6% Anteil am Bruttoinlandsprodukt folgt die Kreativwirtschaft als drittgrößter Sektor der Automobilindustrie. Die Analyse der Förderrahmenbedingungen ergab u.a. Defizite gerade bei nicht-technologieorientierten Branchen. Dort fehle es an Förderprogrammen für Kleinstunternehmen und Freiberufler, die besonders von individuellen Förderungen profitieren. Auch die Vergabe von Kleinstkrediten sollte vereinfacht werden. Viel kreatives Potential gehe ohne geeignete Unterstützungsmöglichkeiten bei den Städten, Kommunen und Bundesländern verloren.
Links dazu: http://www.sueddeutsche.de/kultur/17/458666/text/, http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Service/publikationen,did=289974.html
Aktion »WAS WIR BRAUCHEN !« zeigt Wirkung – Der erste Vorsitzende des Berufsverbands bildender Künstler DG Reiß überreichte zur letzten Sitzung des Kulturausschusses der Hamburgischen Bürgerschaft rund 50 Projektanträge Hamburger KünstlerInnen an Senatorin v. Welck. Die vom Berufsverband koordinierte Aktion »Was wir brauchen !«, die breiten Proteste von Künstlern und Institutionen und Berichte zu der Aktion u.a. in der Süddeutschen Zeitung zeigen offenbar Wirkung. Die Behörde für Kultur, Sport und Medien (BKSM) sicherte zu, zumindest den größten Teil der gestrichenen Gelder des vergangenen Jahres nachzuzahlen. Ein Finanzloch bleibt allerdings weiterhin bestehen. – Noch im Januar werden Gespräche mit den verantwortlichen Politikern und Vertretern der Behörde für Kultur, Sport und Medien folgen. An der Aktion »Was wir brauchen !« hatte eine Vielzahl von Hamburger KünstlerInnen teilgenommen und Anträge auf Projektförderung an den Berufsverband geschickt. Die deutlich gestiegene Zahl von Anträgen auf Förderung soll auf den Bedarf bei den KünstlerInnen in Hamburg und die Wichtigkeit dieses Förderinstruments hinweisen. – Die Behörde hatte den Etat für die »Individuelle Künstlerförderung«, der bereits in den letzten Jahren von über 80 Tausend Euro auf 35 Tausend Euro gekürzt wurde, für das Jahr 2008 überraschend auf 15 Tausend Euro begrenzt. Zum Bewerbungsschluß lagen der Behörde mehr als 90 Anträge von Hamburger KünstlerInnen vor! In der ersten Juysitzung zur Vergabe der Fördermittel wurden insgesamt € 24.000 für 16 Projekte vergeben.
Handbuch zur Künstlersozialversicherung - Die kürzlich erschienene 2. erweiterte und aktualisierte Auflage des Buches "Künstlersozialversicherung – Hintergründe und aktuelle Anforderung" ist jetzt auch als pdf-Datei im Internet abrufbar: http://www.kulturrat.de/dokumente/ksvg-buch.pdf (1,4 MB) (Pressemitteilung des Deutschen Kulturrates)
Deutscher Kulturrat weist die Angriffe auf die Künstlersozialversicherung scharf zurück - DIHK, ZdH, BdSt wollen Künstlersozialversicherung abschaffen. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, weist die Angriffe des Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), des Zentralverbandes des Deutschen Handwerkes (ZdH) und des Bund der Steuerzahler (BdSt), die Künstlersozialversicherung abschaffen zu wollen, scharf zurück... weiter
(18.02.2008)
Bundesminister Olaf Scholz versichert Stärkung der Künstlersozialversicherung - In seiner Antwort vom 4. Februar 2008 auf ein Schreiben des BBK aus aktuellem Anlass weist der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Olaf Scholz, jeglichen Angriff auf die Künstlersozialversicherung zurück... weiter
ProKunsT 4 – das neue Künstlerhandbuch des BBK - Ende Januar 2007 wurde die aktuelle Ausgabe des Künstlerhandbuches ProKunsT 4 herausgegeben... weiter