Prüfen, inwiefern die Realisierung eines Ausstellungshonorarfonds umsetzbar ist!

Die FDP-Fraktion stellte am 16.5. einen Antrag an die Hamburgische Bürgerschaft, in dem der Senat aufgefordert wird, bis zum Oktober die Umsetzbarkeit eines Fonds für Ausstellungshonorare zu prüfen. In dem Antrag wird die oft prekäre wirtschaftliche Situation Bildenden KünstlerInnen beschrieben und die dürftigen Fördermittel in diesem Bereich bemängelt. Der Aufbau einer wirtschaftlichen Existenz allein auf Basis von unregelmäßigen Kunstverkäufen sei unmöglich. Das Ausstellen, also die Präsentation von Kunst, wird im Gegensatz zu den Üblichkeiten in anderen künstlerischen Bereichen so gut wie nicht honoriert. Berlin hat bereits einen im Haushalt verankerten Etat für Ausstellungshonorare erfolgreich aufgesetzt. Die FDP-Fraktion fragt, wie die Stadt Hamburg denn den kulturellen Beitrag der Bildenden Kunst insgesamt einschätzt und wie die Perspektiven für diesen Bereich gestaltet werden sollen.

Der Berufsverband hatte erst kürzlich Senator Brosda angeschrieben, um Näheres zu den vor einem halben Jahr angedeuteten Schritten des Senats in Sachen Arbeitsstipendien, Ausstellungsvergütung und Kunst im öffentlichen Raum zu erfahren. Der Senator hielt sich jedoch mit Verweis auf die laufenden Haushaltsverhandlungen mit konkreten Aussagen weiter zurück.

Angesichts der seit Jahrzehnten stagnierenden Fördermittel sind jetzt große Schritte nötig! 

FDP-Antrag

„Die Überlegungen sind noch nicht abgeschlossen“ – Kleine Antworten auf Kleine Anfrage

 

Der Senat antwortet auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke zur Kunstförderung in Hamburg. Die Anfrage bezog sich auf die mangelnde Ausstattung zentraler Kunst(förder)programme, wie die „Kunst im öffentlichen Raum“ und die Künstlerförderung samt Arbeitsstipendien und Ateliers.

Im Dezember hatte die Staatsrätin Schiedek auf Druck der Hamburger Kunstszene eine Erhöhung der mit € 820 dotierten Stipendien in Aussicht gestellt und die Einführung einer Ausstellungsvergütung in Betracht gezogen. Ebenso wurde vom Kultursenator Brosda auf die noch offene Diskussion zur Erneuerung des Programms „Kunst im öffentlichen Raum“ verwiesen. Daher konnte man sich durchaus Konkreteres als Antwort auf die Anfrage der Linken erhoffen.

Die Antworten des Senats lassen sich so zusammenfassen: Beim Arbeitsstipendium plant man an einer Erhöhung. Die Einführung von Ausstellungsvergütungen wird auch geplant. Das Programm „Kunst im öffentlichen Raum“ wird weiterhin evaluiert. Bei den Kunstpreisen werden höhere Nebenkosten (!) vorgesehen. Konkrete Förderperspektiven werden auf ihre Finanzierbarkeit hin geprüft.

Tiefer blicken lassen vermeintliche Kleinigkeiten: Auf die Frage nach der letzten Berechnung des in der gültigen Verwaltungsanordnung „Kunst im öffentlichen Raum“ festgeschriebenen Anteils von 0,15% öffentlicher Bauausgaben für die Kunst, wird irreführend behauptet, diese Regelung sei abgeschafft. Dabei hätte dieser Anteil durchaus die finanzielle Ausstattung des Programms wesentlich verbessern können! – Beim Elbkulturfonds, der sich in einer offenen und jurierten Ausschreibung an die „Freie Szene“ verschiedener Sparten wendet, scheint man es auch nicht so genau zu nehmen und entnimmt daraus Gelder für Projekte des Stadtkuratorenprogramms und des „Kunstbeutels“, was nicht der „Freien Szene“ zuzuordnen ist.

Der Berufsverband hat erst kürzlich vom Senator für Kultur und Medien konkrete Zusagen gefordert. Auch hier wird – mit Hinweis auf laufende Haushaltsgespräche – vertröstet.

Kleine Anfrage Linke / Antwort Senat: SKA_Bildende_Kunst_April_18_LINKEv2

Mitglied werden


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

NEU: Hochschulabgänger*, die innerhalb der ersten 5 Jahre nach Abschluß der Kunsthochschule in den Berufsverband eintreten, zahlen für die ersten 3 Jahre nur die Hälfte des Mitgliedsbeitrags und die Hälfte der Aufnahmegebühr.

Mitglied werden im Berufsverband. 

mehr

 

 

Studio Berlin III IFSE stellt Ergebnisse der Umfrage zur Situation der Künstler*innen in Berlin vor

Das Institut für Strategieentwicklung (IFSE) hat zusammen mit dem Kooperationspartner, dem berufsverband bildender künstler*innen berlin, in der Stiftung Brandenburger Tor die Ergebnisse seiner Studie über Künstler*innen in Berlin veröffentlicht. Nach der ersten Studie 2011 mit einem Schwerpunkt auf Räume und Stadtentwicklung wird nun der Gender Pay Gap in der Bildenden Kunst näher beleuchtet. mehr…

„Wir können Kunst“, Einsendeschluss für neue Projektanträge am 31. Mai 2018

Unter dem Titel „Wir können Kunst“ fördert der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e.V. als Programmpartner des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ab 2018 erneut Kunstprojekte für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche.

In den Projekten können klassische künstlerische Techniken wie Malerei, Zeichnung, Collage, Drucktechniken, plastisches Arbeiten, aber auch Bühnenbildarbeiten, Foto-, Video-, Film- und digitale Techniken, Performances und handwerkliche Techniken vermittelt, erlernt und eingesetzt werden.

Einsendeschluss für Projektanträge ist der 31. Mai 2018. Es gilt das Eingangsdatum.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Bundesverbands unter www.bbk-bundesverband.de.

Podiumsdiskussion zu den Arbeitsbedingungen Bildender KünstlerInnen im Kunsthaus

Foto: Kunsthaus Hamburg

„I too, Have Been Seduced by the Promise of Exposure“ war die von den Künstlerinnen Johanna Bruckner, Ida Lennartsson und Alice Peragine konzipierte Podiumsdiskussion überschrieben. Zum Jahreswechsel hatten auch die BewerberInnen um das Hamburger Arbeitsstipendium für bildende Kunst öffentlich die magere Ausstattung des Stipendiums und die fehlende Vergütung für den teilweise erheblichen Aufwand der Präsentation angeprangert. Staatsrätin Schiedek stellte daraufhin Verbesserungen für das Stipendium in Aussicht und kündigte Überlegungen zur Einführung von Ausstellungsvergütungen an. Der Berufsverband hatte sich ebenfalls in mehreren Veranstaltungen für dieses Thema engagiert.

Zur Diskussion am 21.2.2018 im Kunsthaus Hamburg waren eingeladen: Dr. Pit Hosak (Behörde für Kultur und Medien Hamburg), Annika Kahrs (Künstlerin, Hamburg), Prof. Dr. Dirk Luckow (Intendant Deichtorhallen), Jasmina Metwaly (Künstlerin, Berlin/Kairo), Dr. Nina Möntmann (Kunsthistorikerin, Kuratorin, Hamburg), Dr. Ingrid Wagner (Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Berlin) und Nicole Wermers (Künstlerin, London). Das Gespräch moderierte Dr. Melanie von Bismarck (freie Journalistin).

Im Eingangsstatement stellte Johanna Bruckner die Anforderungen an eine moderne Künstlerförderung dar. Dr. Nina Möntmann berichtete von attraktiven und sogar familiengerechten Künstlerförderungen in Skandinavien. Dr. Ingrid Wagner stellte den Berliner Fonds für Ausstellungshonorare vor, der für die vielen kommunalen und öffentlich geförderten Ausstellungsräume zur Verfügung steht und setzte als Maßstab für die sinnvolle Höhe eines Arbeitsstipendiums rund € 2000 pro Monat an. Die eingeladenen KünstlerInnen berichteten aus der europäischen Kunstpraxis. Katja Schroeder (Leitung, Kunsthaus Hamburg) betonte, dass eine moderne Künstlerförderung auch im Sinne der Ausstellungshäuser ist. Viele gute KünstlerInnen würden ihre Laufbahn beenden oder die Stadt verlassen. Auch der Vertreter der Behörde für Kultur und Medien Dr. Pit Hosak äußerte Sympathie für die Kunstszene.

Das Engagement der jüngeren Künstlergeneration und die vielen positiven und erprobten Beispiele aus dem Ausland, mehreren Bundesländern und Berlin machen Mut. Die Forderungen und Modelle für die Umsetzung liegen auf dem Tisch. Kulturbehörde, Bürgerschaft und Senat sollten jetzt handeln!

 

„Mutter.form“ – Jahresausstellung 2018 noch bis 4.3.

Foto: Hayo Heye, © VG Bild-Kunst Bonn, 2018

Mutter.form

 

… noch bis zum 4. März im Kunsthaus Hamburg

Erinnerungsstück, Logistik-Terminal, Role Model? Fragen rund um das Thema der Jahresausstellung 2018 des Hamburger Berufsverbands bildender Künstlerinnen und Künstler scheinen hochaktuell. In diesem Jahr haben sich mehr professionelle Künstler als je zuvor an der öffentlichen Ausschreibung beteiligt und eine große Vielfalt an Vorschlägen eingereicht. Auf ein beachtliches Echo stieß die Ausstellungsidee der gewählten sechsköpfigen KünstlerInnen-Jury, die angeregt hatte, gedanklichen Assoziationen zum Begriff Mutter künstlerisch Form zu geben. Nach wie vor haben kulturell einige herausragende Bezugsfelder Konjunktur, darunter solche, die Naturprinzipien befragen, Lebensprozesse beobachten, Arbeitswelten untersuchen oder Geschlechterrollen ausloten. Der Begriff Mutter wird von den 24 ausgewählten Hamburger Künstlerinnen und Künstlern anhand einer großen Bandbreite an Vorstellungen, Projektionen und persönlichen Erfahrungen ins Bild gesetzt. Zu sehen sind Arbeiten mit Mitteln der Malerei, Zeichnung, Skulptur, Textilkunst, Installation, Fotografie und Performance. Dem Publikum ist Raum und Anlass zum Vergleich mit eigenen Sichtweisen gegeben.

Emine Sahinaz Akalin, Klaus Becker, Gabriele Beitelhoff-Zeger, Wolfgang Block, Susanne Bohse, Kerstin Bruchhäuser, Jacqueline Christiansen, Andrea Cziesso, Susanne Dettmann, Alexandra Ewerth, Monika Hahn, Judith Heinsohn, Roland Helmus, Carmen Hillers, Ute Friederike Jürß, Ralf Jurszo, Jutta Konjer, Christiane Lüdtke, Hanna Malzahn, Stefanie Ritter, Olympia Sprenger, Adriane Steckhan, Kerstin Stephan, Karin Witte