Wahlprüfsteine zur Bürgerschaftswahl 2011 | |
SPD | CDU | GAL | Linke | FDP | |
Kulturpolitisches Credo | "Abwärtsspirale" soll gestoppt werden. Elbphilharmonie soll bestehende Kulturförderung nicht belasten. Mehr Dialog mit den Kulturschaffenden. | Den Ruf Hamburgs verbessern, günstigere Ateliers. Trend, von Berlin nach Hamburg umzuziehen, fortsetzen. | Kultur ist wichtiger Standortfaktor und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt von Bedeutung. Die Bildende Kunst sollte mehr Wertschätzung "jenseits monetärer Zuweisungen" bekommen. | Antwort liegt noch nicht vor. | Politik soll nicht in das Kulturangebot eingreifen. Rahmenbedingungen müssen verbessert werden. Kulturstandort darf nicht "ausgetrocknet" werden. |
Kulturhaushalt Gefragt wurde, ob die erwarteten Steuermehreinnahmen sich auch positiv auf den Kulturhaushalt auswirken werden. | Streichungen und Schließungen zurücknehmen. Auskömmliche aber sparsame Finanzierung. | Sparmassnahmen fortsetzen, mehr private Gelder "on top", Kulturtaxe einführen, Kinder- und Jugendkultur absichern. | Kulturhaushalt ist unterfinanziert. Sicherung und Ausbau der Infrastruktur durch die Einführung der "Kultur-Taxe". | Steuermehreinnahmen sollen sich auch auf die Höhe des Kulturhaushaltes auswirken. | |
Ateliers Gefragt wurde u.a. ob eine rechtliche Regelung für "Wohnateliers" denkbar wäre. | Bereitstellung von günstigen Atelier- und Präsentationsräumen ist wichtig. Keine Aussage zu "Wohnateliers". Nach Berliner Vorbild sollen für "Arbeit suchende" Bildende Künstler nötige Arbeitsmittel und Ateliers erhalten bleiben. | Wohnen und Arbeiten auch in der Innenstadt, setzt auf die Kreativgesellschaft. | Regelung für "Wohnateliers" denkbar. Günstige Atelierflächen sind wichtig. | Regelung für "Wohnateliers" denkbar. Muss aber mit mit allen Beteiligten abgestimmt werden. | |
Kunst im öffentlichen Raum Gefragt wurde nach der Rolle der Kunstkommission, nach dem zusammengestrichen Budget und der tlws. Fehlverwendung der Mittel | Das Programm soll wieder mehr nationale und internationale Anerkennung finden. Es sollen mehr Projekte und Programmschwerpunkte realisiert werden. | Mehr Verantwortung für die Kunstkommission auch für privat finanzierte Projekte, Reform des Programms, keine Aussage zum gekürzten Budget. | Reform des Programms. Keine Aussage zu dem Budget. | "Tricksereien" und zweckentfremdete Mittelverwendung sollen unterbunden werden. Die Kunstkommission soll gestärkt werden. Das Programm soll reformiert werden. | |
Künstlerförderung Gefragt wurde nach dem seit den 50er Jahren nicht mehr erhöhten Kunstpreis und dem mit 820.- recht mager ausgestatteten Arbeitsstipendium (Vergleichbare Stipendien liegen heute bei ca. 1200.-/Monat) | "Wertigkeit der Kunstpreise vervielfachen." Über eine Bundesratsinitiative Kunstankäufe erleichtern. | Begrüsst wird, dass die Höhe der Kunstpreise "stabil" geblieben ist. Eine Neuordnung der Kunstpreise wird befürwortet. Die Höhe des Arbeitsstipendiums liegt über dem Niveau des BAföG und ist daher vertretbar. CDU setzt auf private Initiativen. | Der Bereich ist unterfinanziert. Keine Aussagen zum Budget. Kulturtaxe soll zusätzliche Mittel bringen. | Die Künstlerförderung könnte in Abhängigkeit von der Finanzlage erhöht werden. Es sollen aber auch vermehrt private Mittel und Förderungen durch Stiftungen einbezogen werden. | |
Woche der bildenden Kunst Gefragt wurde, ob eine der einst bestehenden "Woche der bildenden Kunst" ähnliche große Kunstveranstaltung befürwortet werden würde. | Ja. | Mit "Subvision" und der "Artgenda" lagen "nachhaltigere" Ausstellungsformate vor. | Eine solche Veranstaltung wird befürwortet, wenn sie finanzierbar ist. | Ja, allerdings will man eher die "Kunstmeile" neu beleben. | |
Kunst und Kultur in den Stadtteilen | Weniger Großveranstaltungen, mehr Förderungen für die "Freie Szene". | Eine Kombination von Stadtteilentwicklung und Kunstprojekten wird bevorzugt. Das sehen die Künstler auch so. | Wichtig in möglichst vielen Stadtteilen. Wirkung der Kultur bei Stadtentwicklungsprozessen nutzen. | Stadtteilkultur soll auch der Talentförderung dienen. Stärkere Unterstützung durch die Bezirke. | |
Steuerliche Abzugsmöglichkeit für Kunstankäufe und Erhalt des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes | Kunstankäufe sollen erleichtert werden. | Erhalt des ermäßigten Mwst.-Satzes: Ja. Kunstankäufe: Keine Aussage. | Ermäßigter Mwst.-Satz soll erhalten bleiben. Kunstankäufe sollen nicht erleichtert werden. Stipendien sind sinnvoller. | Nein. | |
Transparenz in der Kulturförderung Veröffentlichung von Juryentscheidungen und Mittelvergaben | Ja. Die Bildenden Kunst soll zudem auch in der öffentlichen Darstellung gestärkt werden. | Die Einsetzung unabhängiger Jurys und die Transparenz der Entscheidungen sind eine Selbstverständlichkeit. | Es muss veröffentlicht werden, wer in der Jury sitzt und wer die Fördergelder erhalten hat. | Ja. Entscheidungen müssen nachvollziehbar sein. |